Empowerment

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In meinen Coachings kommt es häufiger an den Punkt, dass sich Menschen als kraftlos, ohne Handlungsoptionen oder im Hamsterrad gefangen beschreiben. Mit einer Empowermentanalyse kann hier besonders gut angesetzt werden. Doch was bedeutet eigentlich Empowerment?

 F: Was heißt denn eigentlich Empowerment?

A: Empowerment kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt (Selbst-) Befähigung, Ermächtigung. Mir gefällt die sinngemäße Beschreibung als „Stärkung der Eigenmacht“ sehr gut.

F: Wie können wir den Gedanken von Empowerment nutzen?

A: In der Psychologie findet der Begriff Empowerment primär in der Arbeit mit psychischen Erkrankungen Verwendung. Ich finde es als Ansatz aber auch in der Mitarbeiterführung oder im Coaching hilfreich. Die Psychologin Judy Chamberlin hat mit einem Team 15 Kriterien von Empowerment definiert, davon sind mind. 12 ganz leicht in den beruflichen Kontext übertragbar, wie z.B. Handlungsalternativen haben, Zugang zu Informationen und Ressourcen oder Veränderungen im eigenen Umfeld bewirken können.

F: Was hat der Kunde, die Kundin von einer empowerment – orientierten Arbeit?

A: Zunächst finde ich es hilfreich, sich damit zu beschäftigen, was einen antreibt und Kraft gibt. Herauszufinden, was einen Menschen befähigt (selbst-) wirksam zu sein. Gut ist, dass Empowerment dabei immer neben der persönlichen Ebene auch eine institutionelle und eine gesellschaftliche Dimension hat, die analysiert werden muss. Ein Beispiel: Zu Empowerment gehört auch die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen. Es ist also zu klären, welche individuelle Kompetenz man hierzu hat. Bietet aber auch der Arbeitgeber überhaupt den Rahmen selbst entscheiden zu können? Und ist dies dann im Gesamtkontext erwünscht und möglich?