Genesung begleiten – ein Praxisfall

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Peter, 42 Jahre leidet seit einigen Jahren an Depressionen, nachdem auch seine Ehe gescheitert war folgten ein Klinikaufenthalt und eine stationäre Rehabilitation. Trotz der großen Belastung in seinem Beruf ist es ihm gelungen, arbeitsfähig zu bleiben. Dank einer begleitenden Psychotherapie und einer gut eingestellten Medikation übt er seinen Beruf weiterhin aus.

Ich begleite Peter bei seiner Genesung, denn neben der Therapie sieht er den Bedarf an zusätzlicher Begleitung. Gerade in beruflicher Hinsicht spielen wir immer wieder Situationen durch, die ihn belasten oder Angst machen.

Wir besprechen gemeinsam das Auf und Ab seiner Krankheitsgeschichte und organisieren seinen Genesungsprozess. Peter meint, dass es ihm gut tut, über seine Krankheit zu reden und dabei nicht im therapeutischen Setting zu sein. Und ich mache ihm Mut, sich mehr beim Therapeuten zu öffnen. Die anfängliche Skepsis seiner Psychologin ist inzwischen gewichen, denn Peters Genesungsbegleitung steht ja nicht in Konkurrenz zu ihr.

Ich versuche Peters Gefühl für seine eigenen Stärken und Ressourcen zu fördern und das Vertrauen in sich. Manchmal sind es ganz kleine Schritte, die wir gemeinsam gehen und die Peter einfach weiter helfen. Er hat es mir einmal so beschrieben: „Es tut mir einfach saugut, jemand an der Seite zu haben der tatsächlich meine Krankheit versteht und trotzdem mit mir auf Augenhöhe ist.“

Mehr zu Genesungsbegleitung für Einzelpersonen finden Sie hier

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